Thementag
Die Lerneinheit „TV-Talkshow” wurde mit einem Thementag abgeschlossen.
Hier konnten die umfassenden Erkenntnisse dokumentiert und präsentiert werden. Als Lernorte standen den Schülerinnen und Schülern die Klassenzimmer und die Schulaula zur Verfügung. Die Klassenzimmer wurden thematisch verschiedenen TV-Studios zugeordnet, in denen sich jede Klasse zum Austausch traf.
Um Unterschiede zwischen einer Live-Aufführung und einem TV-Auftritt deutlich werden zu lassen, präsentierte eine Schülergruppe live in der Schulaula einen selbst entwickelten Rap und das Schulorchester “Trixi Combo” zwei Instrumentalstücke, die einem Ausschnitt einer TV-Talkshow gegenüber gestellt wurden.
In Einzel- und Mischgruppen bearbeitete nun jede Schülerin und jeder Schüler in den TV-Studios entweder den erlebten Live-Auftritt oder den Auftritt in einer Talkshow nach Merkmalen des Auftretens, des Vorbereitungsaufwands, nach Echtheit und Schwierigkeitsgrad der Aufführung. Gemeinsam entwickelten die SchülerInnen eine Schlussfolgerung, welche Form des Auftritts schwieriger und ehrlicher gewesen sei und präsentierten das Ergebnis im Plenum.
Schüler-Experten-Gespräch
Nach dieser Arbeitsphase kamen populäre Medienexperten in einem Schüler-Experten-Gespräch zum Thema „Kinder-TV” - entweder vor dem ganzem Jahrgang in der Aula oder in einer Kleingruppe in den Studios - zu Wort. Im
„Tagebuch des Schulleiters“ heißt es hierzu: „Geladen waren: ein Filmemacher, eine Redakteurin der Kindernachrichten LOGO, zwei Twens, die eine Staffel Teenie-Tausch miterlebt hatten und ein Referent aus dem Ministerium für Medienschutz. Alle wurden befragt und alle trugen ihren Teil zu einem breiten Medienbild und dessen Nutzung bei. Die letzten beiden Stunden gehörten dann den Klassen, die ein altersgerechtes TV-Programm [mit Hilfe des aktuellen Flimmoheftes] für eine Woche zusammenstellten und davon ausgehend schließlich einen Medien-Regelkatalog zum eigenen Fernsehkonsum erstellten, der an die Eltern weitergegeben wurde. Breit angelegt, ein gelungener Einstieg ins Thema und eine Fröhlichkeit, die für eine Schulveranstaltung nicht alltäglich ist.”
Evaluation
Die Evaluation des Gesamtprojektes erfolgte, indem sich jede Schülerin und jeder Schüler mittels eines Klebepunktes zu den Fragen: „Wie wichtig war es für dich, dass in der Schule über verschiedene Arten von Sendungen gesprochen wurde (Kinderfernsehen, Live-Auftritte, Talkshows …)?” und “Hast du durch das Projekt etwas über dich und dein Fernsehverhalten gelernt?” positionierte.

Fortführung
Wie geht es weiter?
Die quartalsweise erscheinenden
„Flimmo“-Hefte werden an die Schülerinnen und Schüler auch in der 6. Klassenstufe verteilt, besprochen und an die Eltern weitergegeben. Ziel wird es langfristig sein, bei den Schülerinnen und Schülern ein reflexives, kritisches und selbstbestimmtes Bewusstsein im Umgang mit TV-Inhalten zu schaffen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei unabdingbar und sollte aufklärerisch und motivierend erfolgen. Dieser Bereich ist für das Projekt weiter ausbaufähig.
